Welche Auswirkungen hat der Stress auf den Körper?

von David Panek

Unser Organismus ist ein sehr komplexes und sensibles Gebilde. Und das macht sich vor allem wenn wir unter Dauerstress stehen extrem bemerkbar. Denn hier kann unser Körper sehr launenhaft auf die kleinsten Veränderungen reagieren. Er kann seine Alarmsignale aus den unterschiedlichsten Winkeln unseres Körpers senden. So leiden manche wenn Sie dem Dauerstress ausgesetzt sind besonders unter Rückenschmerzen, andere wiederum sind sehr anfällig für Erkältungskrankheiten.

 

Warum reagiert jeder Mensch so unterschiedlich auf Stress?

Hierbei handelt es sich um eine Frage die wohl noch kein Mediziner eindeutig beantworten kann. Fakt ist jedoch, dass jeder Mensch genetische Schwachpunkte hat, die bereits im normalen Tagesablauf an ihre absolute Leistungsgrenze gehen müssen. Beispiele gibt es hierzu sehr viele. So wird bei dem einen verstärkt die Magensäure produziert, bei anderen kann es eine entsprechende Fehlhaltung der Wirbelsäule sein die als erstes auftritt. Da Stress nun mal einen enormen Einfluss auf uns hat, reagiert unser Organismus darauf nun mal als erstes.

 

Welche Schwachpunkte gibt es und welche vorbeugenden Maßnahmen kann man treffen?

 

Dauerstress und das Immunsystem:

Bei Stress kann die Anfälligkeit für Schnupfen-Erkrankungen oder Herpesbläschen zunehmen. Denn es ist bekannt, dass Stress die Anzahl der Immunzellen absenken und die körpereigenen Abwehrzellen schwächen kann. Die Folge ist, dass sich Erreger und Viren im Körper schneller vermehren können.

Was kann man tun?

Die wohl einfachste Art das Immunsystem zu stärken ist mit Hilfe von Vitamin C. So gibt es Obst und Gemüsesorten die bereits in kleinster Menge den kompletten Tagesbedarf decken können. Aber auch Zink der in Fisch und in Hülsenfrüchten enthalten ist, ist als Baustein von Abwehrzellen unheimlich wichtig.

 

Dauerstress und der Rücken:

Der Stress bringt den Menschen in eine Abwehrposition. Man zieht automatisch die Schultern nach oben und spannt seine Muskeln im Rückenbereich an. Die Folge ist, dass die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Kraftstränge nicht gewährleistet ist. Die Muskulatur verfestigt sich dadurch und man leidet dadurch unter schmerzen.

Was kann man tun?

Massagen gehören wahrscheinlich zu den bekanntesten Mitteln gegen Rückenschmerzen. Denn durch die Berührungen werden Hautrezeptoren aktiviert die sehr Krampflösend sein können. Des Weiteren kann Bewegung und Sport sehr hilfreich bei Rückenschmerzen sein. Aber auch wärmende Salben die nach dem auftragen die Durchblutung anregen können, sind sehr wirkungsvoll. Denn sie weiten die Gefäße und sorgen dafür, dass der Stoffwechsel angeregt wird.

 

Dauerstress und die Haut:

Auch die Haut ist bei Stress besonders empfindlich. Denn die oberste Schicht unserer Haut kann sich sehr leicht entzünden oder es können sich leicht kleine Pickel bilden. Des Weiteren kann unsere Haut bei Stress besonders anfällig für Allergien oder Ekzeme sein.

Was kann man tun?

Besonders Ausdauersport tut unserer Haut sehr gut. Denn dadurch ist eine bessere Durchblutung der Haut gewährleistet. Zudem werden Nährstoffe vermährt produziert und die körpereigenen Abwehrstoffe gegen Entzündungen werden aktiviert. Doch auch hochwertige Lotionen können sehr entzündungshemmend wirken und die eigene Haut stärken.

 

Dauerstress und die Haare:

Mittlerweile ist es nachgewiesen, dass der Körper bei erhöhter Stressbelastung umso mehr der so genannten Neuropeptid Substanz P ausschüttet. Dieser Botenstoff ist dafür verantwortlich, dass eine Entzündungsreaktion am Haarfollikel ausgelöst wird. Das kann unter Umständen einen Haarausfall verursachen. Aber auch mangelhafte Ernährung die auf erhöhten Stress zurückzuführen ist, kann die Haarwurzel dementsprechend schwächen.

Was kann man tun?

Wichtig ist, dass man entspannt und zu Ruhe kommt. Danach wächst das Haar in einem gewissen Zeitraum wieder nach. Aber auch bestimmte Präparate wie B-Vitamin oder Cystin können das Wachstum der Haare anregen. Eine weitere Ursache kann jedoch auch Eisenmangel sein. Bevor man jedoch irgendwelche Eisenpräparate einnimmt, sollte man dies mit seinen Arzt absprechen.

 

Dauerstress und der Bauch:

Es ist auch bekannt, dass Stress die Funktionsweise des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre schwächen kann. So kann hier das unangenehme Sodbrennen entstehen. Doch auch das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Verdauungstrakt kann bei Anspannung außer Gleichgewicht geraten. Dies kann dann Durchfall zufolge haben.

Was kann man tun?

Bei Sodbrennen hilft es auf fette, süße und scharfe Speisen zu verzichten. Aber auch kleinere Mahlzeiten einzunehmen macht Sinn, da sie weniger Magensäure produzieren. Pflanzliche Mittel wie Iberogast helfen dabei den Magendruck abzusenken. Beim Durchfall sind Milchsäurebakterien sehr Wirkungsvoll. Dadurch wird die Darmflora aufgebaut.

 

Dauerstress und das Nervensystem:

Die Körpereigenen Stresshormone sorgen dafür, dass unser Körper über das vegetative Nervensystem in einen Alarmzustand versetzt wird. Bleiben dabei die so wichtigen Entspannungsmomente aus, so bleibt die innere Unruhe hoch. Dabei wird die Atmung immer schneller, der Puls steigt und man hat Probleme nachts einzuschlafen. Das alles bewirkt, dass man sich am nächsten Tag schwach und Kraftlos fühlt. Da wieder herauszukommen ist sehr schwer und dieser Zustand kann sogar zum Burnout führen.

Was kann man tun?

Wichtig ist, dass man in solch einer Phase den eigenen Körper beruhigt, so dass Nervensystem in der Nacht zu Ruhe findet. Ein entspannendes Vollbad zum Beispiel mit etwas Lavendelöl ist da sehr wohltuend. Aber auch die gute alte Honigmilch ist für die Nerven sehr beruhigend. Denn aus der darin enthaltenen Aminosäure Tryptophan werden Anti-Stress-Substanzen (Serotonin & Melatonin) gebildet. Besonders wichtig ist zudem, auf das Rauchen oder den Kaffee am Mittag zu verzichten um so den eigenen Körper ein wenig Ruhe zu gönnen.

Viel Erfolg

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